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Andy Jordans Buchvorstellung – Sachsen, Schweden, Großbritannien, Australien, Japan und zurück

Die Flucht des DDR-Rennfahrers Ernst Degner liegt jetzt über 55 Jahre zurück – und sorgt immer noch für Diskussionsstoff. Gerade im MZ-Kernland werden die Folgen häufig thematisiert. Die Verkäufe von „Gestohlene Geschwindigkeit“ und der hohe Publikumszuspruch bei der Buchvorstellung am 2. November bei uns mögen das belegen.

Andy Jordan, der sich dankenswerter Weise an die Übersetzung gewagt hat, schilderte die Enstehungsgeschichte. Warum also ein britischer Rennfahrer ein Buch über ein brisantes Kapitel der MZ- und Rennsportgeschichte schrieb und ein Australier den Anstoß für die deutschsprachige Ausgabe gab. Wie wichtig das technische Genie Walter Kaaden für die Zweitakt-Rennerfolge war. Warum ein DDR-Sportler über Schweden nach Westdeutschland flieht und damit zum motorsportlichen Erfolg einer japanischen Marke beitrug, wurde in Auszügen angerissen. Auch was die deutsche Ausgaben von der Englischsprachigen unterscheidet und welches Bildmaterial ergänzt werden konnte, erwähnte Herr Jordan.
Darüber hinaus wurde aber noch eine Geschichte erzählt, die nicht im Buch nachzulesen ist. Er stellte seinen Großvater Lothar Jordan vor in Wort und Bild vor und was diesen bewog, 1955 das bekannte Motorrennsportarchivs Jordan zu gründen, welches auch unsere Arbeit wiederholt unterstützt hat. Vielen Dank dafür.

Fotografie: pandiculor – Paik Jahnscheck

Die anschließende Publikumsdiskussion zeigte die Bandbreite der Meinungen zum „Fall Degner“, wobei Harald Linke wieder eine Episode beitrug. Er dürfte einer der letzten Zeitzeugen sein, die damals in engem Kontakt mit der MZ-Sportabteilung standen. Und wie er Ernst Degner nach seiner Flucht zufällig traf, wäre schon wieder eine eigene Geschichte wert.

Das Buch ist in unserem Shop erhältlich. „Gestohlene Geschwindigkeit“, Max Otley, ISBN 978-3-945481-55-4, Verlag NOTschriften, 24,90 Euro.

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