Das denkmalgeschützte Haus wurde 1928 als eine der ersten Hochgaragen Deutschlands in moderner Stahlbetonbauweise errichtet. Als Antwort auf die -mit wachsender Motorisierung- zunehmenden Parkprobleme, wurden hier auf sechs Etagen Mietflächen für ca. 300 Autos und Motorräder angeboten. Per Fahrstuhl gelangten die Fahrzeuge zu Ihrem Standplatz. Auf dem Gelände befanden sich neben einer Tankstelle auch eine Reparaturwerkstatt, ein Batterie- und Reifendienst, sowie Waschplätze auf jeder Etage. Die Garage war rund um die Uhr geöffnet. Reisende konnten in dem noch existierenden Anbau Speisen und Übernachten.

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Gebäudeansicht 1957
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Stadtplan von 1931 mit Hinweis auf die Stern-Garagen

Nach dem Zweiten Weltkrieg behielt nur noch eine Etage ihre ursprüngliche Bestimmung. Dort waren bis Ende der 1980er Jahre die Autos der Fahrbereitschaft des Rates des Bezirks Karl-Marx-Stadt geparkt. Das übrige Haus wurde als Lagerfläche genutzt. Bis 1990 lagerte und kommissionierte die Handelsgesellschaft GHG hier überwiegend Plasterzeugnisse für den gesamten Bezirk Karl-Marx-Stadt. Seit Ende 2008 bildet das Erdgeschoß eine passende Unterkunft und Kulisse für die Fahrzeuge des Museums.

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Die älteste bekannte Gebäudensicht, ca. 1929
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Europaweit existieren heute nur noch eine handvoll Parkhäuser aus den späten Zwanziger und Dreißiger Jahren, die meisten sind überformt und nicht öffentlich zugänglich.

Seit Mai 2016 ist das Gebäude auch Teil der Chemnitzer Route der Industriekultur, sichtbar an dieser Hinweistafel:

RouteIndkultur

Weitere Informationen über die Hochgarage finden Sie bei wikipedia.org