Unterm Rad – Anschluß-Vorgriff-Stagnation: Gestaltung an Kraftfahrzeugen in Ostdeutschland und der DDR

Veranstaltungsdetails

  • 9. Mai 2019
  • 18:30
  • +49 (0) 371 260 11 96
  • 5,00Eintritt in Euro

Vortrag von Prof. Karl Clauss Dietel am 09. Mai 2019, 18:30 Uhr

Karl Clauss Dietel ist der wohl einflussreichste Formgestalter der DDR. Nach seinem Studium an der Weißensee Kunsthochschule Berlin arbeitete Dietel ab 1961 in einem KFZ-Entwicklungszentrum, ab 1963 freischaffend als Formgestalter für mehrere bedeutende ostdeutsche Produzenten. Aus seiner Feder stammen sieben Trabant-Entwürfe (zusammen mit Lutz Rudolph), Grundentwurf für Wartburg 353, mehrere für IWL- u. Robur–LKW.

Leitgedanke seiner Entwürfe ist das sogenannte Offene Prinzip, wonach die Produkte variabel aufbaubar, einfach zu reparieren und umzubauen sein sollen. Zugleich sollte Funktionalismus jedoch nicht nur zweckbestimmt sein, sondern auch die Poesie des Funktionalen ausstrahlen. Mit diesem Gestaltungsverständnis eckte er immer wieder bei den DDR-Behörden an. Für sein Lebenswerk erhielt Karl Clauss Dietel 2014 als erster und einziger Gestalter aus der DDR die höchste offizielle deutsche Auszeichnung im Bereich Gestaltung –den Bundesdesignpreis.

Auf ihn gehen außerdem unter anderen die Mokickreihe SIMSON S 50/51/70, der Roller SR 50/80 und die MZ ETZ 125 zurück.

Der Vortrag ist Teil des Rahmenprogramms der Simson-Sonderausstellung, für die uns Prof. Dietel mit einer Vielzahl von Exponaten unterstützt hat.

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Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz e.V.