DKW F9 – der letzte “Berlin-Rom”-Sportwagen von DKW | 1940/2020

 

Der Anfang war eine Zeichnung von 1940. Gefunden wurde sie von Frieder Bach zufällig bei Recherchen für die F9-Ausstellung im Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz e.V.. Diese Zeichnung ließ den Gründer des Museums nicht wieder los. War sie doch die Skizze für den letzten Sportwagen, den DKW – damals unter dem Dach der Auto Union – bauen wollte. Dieses Auto sollte ursprünglich 1938 bei der Fernfahrt Berlin – Rom zum Einsatz kommen. Doch der Krieg verhinderte, dass es dazu kam. Die Sportabteilung der Auto Union wurde aufgelöst und in die Räume zog Rüstungsproduktion ein.

Mehr als 75 Jahre später fand Frieder Bach nun die Unterlagen des offenen Zweisitzers wieder. Die Echtheit erschloss sich aus der Unterschrift von von Günther Mickwausch, der von 1932 bis 1945 wichtigster Formgestalter der Auto Union AG war. Begeistert von der Formschönheit des gezeichneten Wagens, entstand der Wunsch, das Auto zu bauen. Durch Zufall kam der Kontakt zum Fraunhofer-Institut IWU in Chemnitz zustande, das durch ein spezielles Blechumformverfahren die wichtigsten Teile für die stromlinienförmige Karosserie herstellte.

Doch es gab Schwierigkeiten, die vor der Realisierung des Fahrzeuges standen. So waren die Skizzen des Rennwagens mit wenigen Details ausgestattet. Nur durch die theoretischen und praktischen Erfahrungen, die Frieder Bach über die Jahre als Restaurator historischer Fahrzeuge gesammelt hat, konnte der letzte DKW-F9-Rennwagen wieder zum Leben erweckt werden.

 

Technische Daten
Dreizylinder-Zweitaktmotor, wassergekühlt
900 ccm, ca. 30 PS
4-Gang-Krückstockschaltung
Leergewicht ca. 500 kg
Höchstgeschwindigkeit ca. 160 km/h

Die ganze Geschichte des Wagens ist nachzulesen in:

Die 120-seitige Publikation kann im Museum zum Preis von 14,50 Euro plus Versand bestellt werden.

Fotos: Ronny Renner und Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz e.V./Paik Jahnscheck

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Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz e.V.