1826 entstand das erste uns bekannte Foto: der Blick aus dem Fenster des französischen Erfinders Joseph Nicéphore Niépce. 200 Jahre Fotografie sind daher für uns der Anlass zu dieser Ausstellung, die vom 26.09.2026 bis 04.04.2027 zu sehen ist.
Wir blicken, wie der Titel der Ausstellung bereits verrät, auf verschiedene Themengebiete rund um historische Kameras, Film- und Foto-Entwicklung aber auch Fotografien aus dem Rennsportbereich.
Als roter Faden zieht sich die historische Kamera-Sammlung von Pschemyslaw Nowicki durch die Ausstellung. Rund 50 Apparate stellt der gebürtige Pole, der nun in Chemnitz lebt, bei uns im Museum aus. Dabei reicht die Bandbreite der Kameras von der Holz-Großformatkamera) der Gebrüder Huth von ca. 1900 über die große Williamson F24 Luftbildkamera, die zwischen 1915 und 1945 eingesetzt wurde, bis hin zur Zenit PhotoSniper FS‑12. Die Sammlung überspannt rund 100 Jahre Kamera-Geschichte.
Ein wahres Unikat ist die mobile Dunkelkammer, die der Fotograf und Künstler Thomas Kretschel in einen 1973er Nagetusch-Wohnwagen eingebaut hat. Er arbeitet ähnlich wie die ersten Fotoreporter und Wanderfotografen des 19. Jahrhunderts, die einst mit Pferdewagen über das Land zogen. Im DDR-Oldtimer fertigt er, genau wie seit 1851 beim sogenannte Nassplatten-Kollodium-Verfahren üblich, auf speziell präparierten Glasscheiben oder Blechplatten Fotografien mit Silber und Licht.
Nicht viele wissen, dass die Anfänge der Filmgeschichte in Chemnitz liegen. Hier wurde 1879 Guido Seeber als Sohn des Fotografen Clemens Seeber geboren. Als 1896 das Medium Film in Deutschland vorgestellt wurde, waren Vater und Sohn fasziniert. Schon bald drehten sie eigene Filme. Als „Filmpionier“ zog Guido Seeber nach Berlin und wurde technischer Leiter der Deutschen Bioscop GmbH, dem Unternehmen, das 1912 die legendären Babelsberger Filmstudios gründete. Mit der Sonderausstellung werfen wir auch einen Blick auf das Schaffen von Clemens und Guido Seeber.
Fotografien aus dem Rennsportbereich werden in einem weiteren Themengebiet mit historischen Fahrzeugen dokumentiert. So wird eine typische Steherrenn-Szene nachgestellt, wie sie in den 1950er Jahren auf den Rennstrecken zu sehen waren. Ein weiteres Highlight ist ein Sachsenring P240 Kombi, der in der DDR als Fernseh- Übertragungswagen, zum Beispiel zur Friedensfahrt genutzt wurde.
Zum Begleitprogramm der Ausstellung gehören Workshops, Vorträge und Filmvorführungen. Die Termine werden noch bekannt gegeben.




