Im Rahmen des Jahres der Jüdischen Kultur in Sachsen 2026 findet die Sonderausstellung „Threads: Mobile Erinnerungen – Eine jüdische Familie blickt zurück“ vom 8. Mai bis 26. Juli 2026 im Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz statt.
Lachende Gesichter, fröhliche Ausfahrten und die Begeisterung für Autos und Motorräder – sieht man sich die Fotos von Familie Ascher aus den 1920er und 30 Jahren an, kann man die Lebensfreude spüren. Doch in nur wenigen Jahren änderte sich alles für die jüdische Familie, die einen florierenden Schuhladen auf dem Chemnitzer Marktplatz besaß.
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten spürten auch sie die Repressionen. Und so wandeln sich ebenfalls die Motive der Bilder: stolze Fotos des Schuhladens bilden einen drastischen Gegensatz zu Aufnahmen von nationalsozialistischen Aufmärschen bis hin zum zerstörten Laden.
Das Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz blickt hinein in das „Fotoalbum“ der Familie, das die Nachfahren liebevoll aufbewahrt haben. Doch nicht nur die Fotos lassen die Erinnerungen an Familie Ascher wieder aufleben. Ausgestellt werden auch auch Fahrzeuge, die – innig geliebt – in Deutschland zurück bleiben mussten, als die Familie nach Amerika emigrierte.
Diese Austellung ist Teil der „Threads“-Reihe, die im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac), dem Industriemuseum Chemnitz und den Kunstsammlungen Chemnitz gezeigt wird.

